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Die Nacht vor dem Aufbruch



"Schaut mich nicht so an. Ich komme nicht aus eurer Welt und weiß auch nichts von einer Legende. Und das diesen Schwert genau dann auftaucht als ich hier ankam kann auch Zufall sein. Oder?" Alexja kann selbst nicht glauben das sie damit etwas zu tun hat. "Keiner weiß was das genau zu bedeuten hat. Und warum du dieses Amulett trägst und das Schwert jetzt bei uns ist weiß ich natürlich auch nicht aber wir finden es heraus," sagt Bagira. "Also wenn mich nicht alles täuscht, müsste die alte Hexe die damals Serafinja mitnahm noch leben. Die könnten wir ja mal fragen vielleicht weiß die ja was," meint Felix. "Du weißt wo sie wohnt?" fragt Finja ganz aufgeregt. "Nicht ganz aber die grobe Richtung" sagt Felix. "Das letzte Mal als du die grobe Richtung wusstest haben wir uns hoffnungslos verlaufen," erwidert Suri schnippisch. Felix´s Augen funkeln auf. Sein Stolz wurde an diesen Tag zum Xt-mal verletzt. "Gut dann geht eben allein wenn ihr alles besser wisst." Bagira verdreht die Augen und schüttelt den Kopf. Finja fliegt auf Felix Rücken und fängt an ihn hinter den Ohren zu kraulen. "Felix", sagt sie in einem süßholzraspelnden Ton: "Du bist so ein starker Kater, so tapfer, wir sind doch ohne dich aufgeschmissen, das weißt du doch? Gehe bitte mit." Schnurrende Zustimmung. "Gut, dann würde ich sagen packen wir unsere Sachen und treffen uns morgen früh wieder hier." sagt Finja. "Wollt ihr mich hier alleine lassen?" ruft Alexja. "Nein Felix bleibt hier ich gehe schnell los hole uns etwas und komme dann auch wieder. Suri und Finja ihr kommt dann morgen zu uns und wir gehen dann los." gibt Bagira fürsorglich zurück und legt eine Pfote auf Alexjas Arm.

 

"Fin ist das wirklich eine so gute Idee?" fragt Suri als die beiden die Lichtung verlassen haben und zurück nach Hause fliegen. "Hm, ich weiß auch nicht genau. Aber was ich weiß ist, das wir so Alexja helfen. Sie ist total nett und umso besser ich sie kennenlerne um so weniger abartig finde ich ihre Nase, "sagt Finja lächelnd. Aber als sie den etwas ängstlichen Blick ihrer Freundin sieht sagt sie so überzeugend wie es geht: "Uns passiert nichts glaub mir." Den restlichen Weg schweigen die beiden jeder in seine Gedanken vertieft. Bis sie an die Straße kommen wo sich ihr Wege für kurz trennen. "Wir treffen uns am Rosenstrauch am Ufer sobald die Dämmerung geht," bestimmt Finja und wiederholt nocheinmal das ihnen nichts passieren wird. Dann fliegt jeder zu sich nach Hause.

Finja wohnt am Ende von dem kleinen Dorf. Von ihrem Zimmer aus hat sie einen herrlichen Blick auf den See. Das Haus selbst ist ganz schlicht eingerichtet. Im Hauptraum steht ein Esstisch, rechts daneben liegt eine Kochstelle. Oder nein, man kann es gar nicht als Kochstelle bezeichnen. Eher so was wie eine altertümliche große Vitrine mit Backofen und einer Herdplatte. Denn Feen essen ja Beeren, Reis und backen ein Brot das etwas süßlich schmeckt aber sehr lange satt hält. Finjas Mutter hat die Wohnstube mit Blumen und selbstgemalten Bildern geschmückt. Als Finja die Tür öffnet und in die Wohnung kommt steht ihre Mutter am Herd und bäckt just in diesem Moment Brot. "Hi Mom. Gut das du Brot backst. Backe gleich mal etwas mehr." "Momentmal junge Dame für was brauchen wir denn das?" fragt ihr Mutter.  "Suri und ich wollen für zwei bis drei Wochen durchs Land streifen." gibt sie etwas leiser zurück. Denn Finja weiß das ihre Mutter sie genau kennt und sich denken kann was ihre Tochter vorhat. "Begleiten euch Felix und Bagira auch?" "Ja die sind auch dabei" "Na gut von mir aus. Aber was erzählst du deinem Vater?" fragt sie skeptisch. Finja fängt das grinsen an und fliegt auf ihre Mutter zu. "Du lässt dir schon etwas einfallen." küsst ihrer Mutter auf die Wange und saust in ihr Zimmer. Finjas Zimmer ist voll von Gegenständen die sie zusammen mit Suri gefunden hat und auf verborgene Schätze hinweisen. Ihr Bett steht direkt unter dem Fenster wo sie in der Nacht die Sterne beobachten kann und von ihren Abenteuern träumt. Finja geht auf ihren Schrank zu, der links von der Tür aus im Zimmer steht und kramt nach ihrem Rucksack. "Was brauch ich" überlegt Finja. "Mein Taschenmesser, mein Glühwürmchen, meine Wasserflasche, Ersatzkleidung. Hmm.. was noch?" Als Finja dann endlich ihren gesamten Rucksack gepackt hat ist es bereits dunkel und sie legt sich ins Bett. Nur schlafen kann sie nicht und so liegt sie noch lange wach bis sie irgendwann grinsend einschläft.

Am nächsten Morgen schleicht sie sich leise in die Wohnstube und packt ihr Essen ein das bereits auf dem Tisch liegt. Nur das ihre kleine Schwester Bluebell sie verfolgt das merkt sie nicht..... 

 

 

7.5.09 21:38